Kultur Touren zum Thema Wiedervereinigung

In diesem Jahr jährt sich die Wiedervereinigung zum 30. Mal. 

Was mit friedlichen Demonstrationen im Herbst 1989 begann, endete am 3. Oktober 1990 mit dem wiedervereinigten Deutschland. Die jüngere Generation kennt die Grenze nur noch aus dem Schulunterricht, aber noch genug Menschen können sich gut an die Zeit der Teilung erinnern.

Nun zum 30. Jahrestag führen die Tages-Touren zu Orten, die eine wichtige Rolle während der Zeit des Aufbegehrens gegen die DDR Regierung gespielt, während der Teilung ein besonderes Schicksal erlebt haben, oder an Orte, die an diese Zeit erinnern.

 
 

25. April 2020 - Grenze – das geteilte Dorf und Grenzverkehr

Durch die Dörfer Zicherie/Böckwitz verlief 45 Jahre die innerdeutsche Grenze. 

Die früher zusammengehörenden Dörfer – es gab beispielsweise nur eine Schule – wurden für Jahrzehnte geteilt, ehemalige Nachbarn konnten sich nicht besuchen und nur aus der Entfernung sehen. 

Zum Jahrestag des Mauerfalls wurde direkt aus diesen Dörfern, 30 Jahre später, von einem Fernsehsender berichtet. Bei einem Rundgang lernen Sie die Orte kennen. Zur Mittagspause geht es in die alte Hansestadt Gardelegen. 

Im Anschluss fahren Sie weiter zum früheren Grenzbahnhof in Oebisfelde, der im Sperrgebiet lag. In der Burg des Ortes gibt es eine sehr interessante Ausstellung zu diesem Thema, die Sie besuchen. Auf dem Weg zurück nach Hannover lernen Sie noch die ehemalige Grenze am Mittellandkanal, eine weitere wichtige Transitverbindung, kennen.

 

58,- € p. P.                          Mindestteilnehmerzahl: 18      

26. April 2020 - Größte Zonengrenzstation – Verbindung und Trennung

Den großen Grenzkontrollpunkt Marienborn kennen sicher noch viele aus der Zeit der innerdeutschen Teilung. Auch heute kann man hier noch Einiges aus der Zeit sehen und z.T. erleben. 

Bei einer Führung erhalten Sie interessante Hintergrundinformationen – wahrscheinlich kommen da auch einige Erinnerungen an die Zeit des Eisernen Vorhangs wieder zu Tage. Weiter geht es nach Helmstedt. Zuerst haben Sie dort die Möglichkeit für eine Mittagspause, bevor Sie im Grenzmuseum in der Stadt zur Führung angemeldet sind.

Im Anschluss besuchen Sie noch eine Außenstelle des Museums in Helmstedt, den ehemalige Grenzkontrollpunkt Hötensleben, wo noch sehr anschaulich die früheren Grenzanlagen zu sehen sind. Danach geht es zurück nach Hannover.

 

65,- €                                    Mindestteilnehmerzahl: 18

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22. März 2020 - Grenzirrsinn im Harz

Mitten durch den Harz verlief die ehemalige „Zonengrenze“. Grenzanlagen, Todesstreifen – alles ist im Harz noch nachvollziehbar. Von Hannover fahren Sie am Morgen zuerst nach Bad Sachsa. Anfangs gehörte die Stadt zur sowjetischen Besatzungszone. 

Erst durch Gebietstausch und nach zwischenzeitlicher amerikanischer Besetzung, kam Bad Sachsa zu Niedersachsen. Dort im Grenzmuseum erfahren Sie während einer Führung mehr zum Thema Teilung des Harzes. Von Niedersachsen geht es nach Sorge in Sachsen-Anhalt, wo es jahrzehntelang einen kleinen Grenzkontrollpunkt gab, den Sie kennenlernen werden. 

Quer durch den Harz fahren Sie weiter in eine der schönsten Städte im Harz – Wernigerode – zur Mittagspause. Im Anschluss werden Sie den früheren Grenzverlauf quer durch die Eckertalsperre sehen – mitten auf der Brücke wurde einfach eine hohe Mauer gezogen! Heute erinnert daran ein alter Grenzpfosten. 

Zum Abschluss der heutigen Tour besuchen Sie das alte Städtchen Osterwiek, das in diesem Jahr „10 Jahre Einheitsgemeinde“ feiert. 2013 wurden hier einige Szenen des Hollywood-Films „Monument Men“ mit George Clooney gedreht. Danach geht es zurück nach Hannover.

58,- € p. P.                          Mindestteilnehmerzahl: 18

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29.März 2020 - „Dreiländereck“ amerikanisch-britisch-sowjetische Besatzungszone

Die heutige Tour führt Sie zuerst ins südliche Niedersachsen zum Grenzlager Friedland – seit Ende des 2. Weltkrieges eine der größten Anlaufstellen für Menschen aus der ganzen Welt – 1945 eingerichtet als Auffanglager für Flüchtlinge aus dem Osten und Kriegsheimkehrer. In den 70er Jahren wurden Regimegegner aus Chile und Boatpeople aus Asien dort untergebracht, in den 80er Jahren kamen Tamilen aus Sri Lanka. 

Seit letztem Jahr ist die Ausstellung dort neugestaltet und Sie lernen diese im Rahmen einer Führung kennen.  Für die Mittagspause geht es nach Hessen in das hübsche Städtchen Bad Sooden-Allendorf. Das älteste Grenzmuseum Deutschlands befindet sich in Thüringen – das Grenzmuseum Schifflersgrund, wo für Sie eine Führung gebucht ist. Im Anschluss fahren Sie weiter nach Böseckendorf. Dieser Ort erlangte im Oktober 1961 bundesweite Aufmerksamkeit, da sich hier 53 Personen gleichzeitig auf den Weg nach Westen machten – die größte Massenflucht der DDR! 

Es war eine Reaktion auf den Ausbau der DDR- Grenzanlagen, der unter dem Namen „Aktion Ungeziefer“ lief, in deren Zusammenhang Umsiedlungen stattfanden und auch das Schleifen gesamter Ortschaften vorgenommen wurde. Im Grenzmuseum Eichsfeld sind einige der Flüchtlingsschicksale interessant dargestellt. Danach geht es zurück nach Hannover.

Preis: 65,- €                       Mindestteilnehmerzahl: 18